Unser KiEZ-Bildungsansatz

Die KiEZ leisten einen Beitrag zur Erfüllung des Bildungsauftrages in Sachsen indem ihre Angebote vor allem die nichtformelle und informelle Bildung junger Menschen initiieren.

Besondere Kennzeichen des Bildungsansatzes bei der inhaltlichen Angebotsgestaltung der Kinder- und Jugenderholungszentren sind dabei das ganzheitliche Lernen, die Sammlung neuer Erfahrungen während des Erlebnisses „weg von zu Hause“, die Einbeziehung der Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, das Erleben innerhalb der Gruppe wobei sich Kinder, Jugendliche, Betreuer und Bezugspersonen anders kennen lernen können, der Praxisbezug der Bildungsangebote, die Selbst- und Mitverantwortung der Gruppe bei der Gestaltung der Aufenthaltsformen und die praktizierte interdisziplinäre Vernetzung der Bildungsträger Schule, Jugendhilfe, Elternhaus mit Partnern aus Wirtschaft und Dienstleistung.

Dem KiEZ-Bildungsansatz liegt das abgebildete Bildungsmodell für nachhaltige Entwicklung bei der Ausbildung von Kompetenzen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugrunde.

Unsere KiEZ-Bildungsziele

  1. Die praxisorientierte Wissens- und Könnensvermittlung zu Geschichte, Natur und Umwelt in Sachsen, zur aktiven und gesunden Lebensweise von Kindern und Jugendlichen durch
    • das Erschließen von Potentialen des Lernens an einem anderen Lernort
    • das Erlangen eines komplexen Verständnisses von Zusammenhängen der Umwelt und Natur durch fächerübergreifende Themen und Methodenvielfalt
    • mehr experimentelles und kreatives Lernen der Kinder und Jugendlichen
    • Bereitstellen von Zeit für das Erlernen von Notwendigem auf unterschiedliche Weise: Lernen aus Fehlern, Zeit für Lern“um“wege, Erschließen persönlicher Potentiale durch eine nicht-alltägliche Umgebung
    • eine engere Verknüpfung von Leben und Lernen mit der Verdeutlichung der Bedeutung des „Lebenslangen Lernens“
  2. Die Förderung des sozialen Lernens und sozialer Verhaltensweisen sowie der Erwerb sozialer und personaler Kompetenzen durch die
    • Übernahme von Verantwortung in der Gruppe
    • Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls in der Klasse
    • Entwicklung des Demokratieverständnisses
    • Übung von Toleranz, Dialog- und Kritikfähigkeit
    • Übung der Konfliktregulierung
    • Einordnung ins Team
    • Stärkung des Selbstwertgefühls außerhalb des gewohnten Alltags
  3. Die Entwicklung des gegenseitigen Verständnisses zu den Nachbarländern, insbesondere zu Tschechien und Polen mithilfe des
    • gegenseitigen Kennen- und Verstehenlernens durch vielfältige Formen des gemeinsamen Erlebens und Lernens
    • interkulturellen Lernens
    • gemeinsamen Verbesserns der Sprachkompetenz
  4. Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements
    • das Angebot an Ehrenamtliche, Verantwortung als Betreuer, Teamleiter oder MitarbeiterIn im inhaltlichen Programmbereich zu übernehmen
    • die Juleica-Ausbildung nach den bundeseinheitlichen Richtlinien in den Stufen I und II, woran bisher ca. 200 ehrenamtlich tätige junge Menschen teilnahmen.
    Als Jugendgruppenleiter engagieren sich überwiegend junge Menschen, welche durch die Übernahme von Verantwortung an Lebenskompetenz gewinnen können. Im Umgang mit Kindern und Jugendlichen werden dabei eigene Ideen eingebracht und gleichzeitig der Grundstein ihrer beruflichen Entwicklung im pädagogischen und sozialpädagogischen Tätigkeitsfeld gelegt.
  5. Die Entwicklung und Umsetzung interdisziplinärer Ansätze
    • Handlungsgrundlage der weiteren Gestaltung unserer Angebote ist die Feststellung der Sächsischen Staatsregierung zum 2. Sächsischen Kinder- und Jugendbericht: „Die Notwendigkeit der Kooperation von Schule und Jugendhilfe ist unumstritten....Ziel ...ist es, die vielfältigen Formen einer sich gegenseitig unterstützenden Zusammenarbeit zum Bestandteil der alltäglichen Arbeit der Bereiche Schule und Jugendhilfe sichtbar zu machen, so dass sich ein Selbstverständnis dieser Zusammenarbeit herausbildet.“
    • Weiterentwicklung der Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe
    • Kommunikation der Potentiale des ganzheitlichen Bildungsansatzes in Verbindung von formeller, nichtformeller und informeller Bildung und die Beiträge zum Erwerb sozialer Kompetenzen am außerschulischen Lernort
  6. Die Entwicklung und Umsetzung von generationsübergreifenden Angebotsstrukturen, Familienbildung
    • Gestaltung von Beziehungen zwischen den Familiengenerationen, Schaffung von Angeboten, Möglichkeiten und Räumen der Kommunikation und gemeinsamer Freizeitgestaltung
    • Förderung von Netzwerken der Kooperation von Familien
    • Anregungen zur gelingenden gemeinsamen Alltags- und Lebensgestaltung

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